Projekt Grenzkultur

Naturpark Pfyn Finges

Im Herzen des Wallis bietet der Regionale Naturpark Pfyn-Finges eine Vielfalt seltener Naturreichtümer auf kleinstem Raum. Der Park besteht aus 12 Trägergemeinden zwischen Sierre und Gampel. Infolge der topographischen und klimatischen Gegebenheiten sowie der mosaikartigen und extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft zählt der   Park zu den artenreichsten Regionen der Schweiz. Die Vernetzung von Lebensräumen sowie die Erhaltung dieser bäuerlichen Kulturlandschaft und Ihrer ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Werte ist eines der prioritären Ziele des regionalen Naturparks Pfyn-Finges. Diese Ziele wurden in der Programvereinbarung des Parks mit Bund und Kanton definiert.                                                

www.pfyn-finges.ch

 

Projekt Grenzkultur

Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Naturpark hat die Toff GmbH das Projekt Grenzkultur erarbeitet und ist mit dessen Projektleitung beauftragt worden. Das Projekt Grenzkultur hat die Aufwertung der von Menschen geschaffenen Grenzstrukturen in der bäuerlichen Kulturlandschaft zum Ziel. Das Projekt besteht aus vier Teilbereichen. Zum einen werden die Grenzstrukturen der Kulturlandschaft kategorisch inventarisiert und in einem GIS System digitalisiert. Andererseits werden die traditionellen Grenzstrukturen wie Hecken, Kopfweiden, Alleen, Steinwalme und Holzzäune gepflegt sowie punktuell saniert und wiederhergestellt. Den dritten Eckpfeiler bildet der Rückbau von problematischen Grenzstrukturen wie Stacheldraht sowie Armierungsgitter oder das Ersetzen dieser mit korrekt erstellten Elektrozäunen. Als letztes werden die kulturellen Aspekte wie mündliche Überlieferungen, Sagen oder Bräuche dokumentiert sowie archiviert und es wird eine aktive Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit geleistet. 

Im Jahr 2010 und 2011 werden durch die lokalen Forstbetriebe die ersten Pilotprojekte umgesetzt, welche Erkenntnisse und Erfahrungszahlen liefern sollen, um über den gesamten Parkperimeter ein Aufwertungskonzept der Grenzstrukturen zu erarbeiten. In dieser ersten Phase des Projektes Grenzkultur werden die Pilotprojekte: "Holzzäune, Elektrozäune, Kopfweiden, Hecken und Alleen umgesetzt. Die weiteren Grenzstrukturen wie Trockensteinmauern/walme oder die Suonen werden in einer zweiten Phase behandelt.

Kopfweiden

Hecken

Alleen

Klicken Sie auf die Bilder, um mehr über die einzelnen Teilprojekte zu Erfahren.


Grosse Unterstützung des FLS und seiner Partnerstiftungen

Da der Naturpark die Kosten für solche Aufwertungsprojekte nicht vollumfänglich selbst tragen kann, hat er an den Fonds Landschaft Schweiz und seine Partnerstiftungen, die Ernst Gönner sowie die Sophie und Karl Binding Stiftung ein Beitragsgesuch für die Restfinanzierung der Pilotprojekte gestellt. Die Projekte wurden von der Gesamtkommission des FLS geprüft und mit einem grosszügigen Finanzierungsbeitrag von 450`000 Fr. gutgeheissen. Dieser Betrag sichert somit ca. 50 % der Projektkosten und wiederspiegelt das grosse Interesse des FLS, seine finanziellen Mittel in wertvollen Regionen wie Naturpärken zu investieren. Die verbleibenden 50 % der Kosten werden durch die finanziellen Mittel des Naturparks gesichert, bestehend aus den Beiträgen von Bund, Kanton und den Trägergemeinden.